S-Bahn: Tunnel mit Wendeschleife

S-Bahn Stuttgart


S-Bahn-Tunnel mit Wendeschleife

Schon Anfang der 1960er-Jahre plante man – parallel zu den unterirdischen Straßenbahnstrecken –, die sogenannten Vorortlinien nicht länger im Stuttgarter Kopfbahnhof enden zu lassen. Bahnen aus Esslingen und Ludwigsburg kommend sollten die City zukünftig in einem Tunnel unterqueren und an der geplanten Endhaltestelle „Schwabstraße“ in einer Wendeschleife wieder kehrtmachen. In der Planstrecke dieser Verbindungsbahn (V-Bahn) war neben den unterirdischen Haltestellen am Hauptbahnhof und an der Schwabstraße der Bahnhof „Stadtmitte“ vorgesehen. Dieser sollte zudem eine unterirdische Haltestelle für die Straßenbahn erhalten. Als man dieses Projekt jedoch wieder verwarf, gewann die Verbindungsbahn für den Nahverkehr in der Innenstadt zusätzlich an Bedeutung. Daher plante man kurzfristig eine weitere Haltestelle für die neue Tunnelstrecke ein. Für den zusätzlichen Halt „Feuersee“ mussten jedoch die Endhaltestelle und die Wendeschleife weiter in Richtung Westen und damit tiefer in den Hang hinein verschoben werden. Die Wendeschleife liegt somit bis zu 85 Meter unter der Erdoberfläche. 1971 wurde schließlich mit dem Tunnelbau am Hauptbahnhof begonnen. Die Strecke wurde vorwiegend in offener Bauweise durchgeführt. Sieben Jahre führten provisorische Brücken über die Baugruben auf der Theodor-Heuss- und der Rotebühlstraße, bis die neue Tunnelstrecke 1978 eingeweiht wurde.

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