Erlebnisgeschichte: Neckarstrand


Über den Autor:
Ich heiße Nicolas Rapp und lebe nun seit 25 Jahren in der Nähe von Stuttgart. Bisher habe ich „Wasser“ eher mit dem Bodensee oder dem Meer verbunden, aber nie mit dem Neckar. Mit diesem Ausflug wollte ich diese Sichtweise einmal ändern.

Also habe ich mich auf den Weg an den Neckarstrand in Remseck gemacht. Das Ziel konnte ich einfach auswählen. Mich hat der Freizeitwert interessiert – mit den Stränden am Neckar sind wir ja schließlich nicht reich gesegnet – und mit dem „gelben Blitz“ bin ich zuvor auch noch nie in diese Richtung gefahren.

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Morgens ging es los. Mit der U6 von der Endhaltestelle in Gerlingen fuhr ich Richtung Hauptbahnhof. Die Fahrt war, wie es für einen Sonntag zu erwarten war, ziemlich entspannt: Es gab kein ohrenbetäubendes Klingeln, das üblicherweise durch gestresste Leute, die noch schnell über die Übergänge huschen, hervorgerufen wird, sondern nur einen gemütlichen Fahrer, der sich die Zeit nahm noch auf den ein oder anderen Fahrgast zu warten.

Angekommen am Hauptbahnhof, nutzte ich den Bahnsteigwechsel für einen kurzen Einkauf von ein paar Leckereien für meinen kleinen Sonntagsausflug. 8 Minuten Zeit zum Umsteigen machen das wunderbar möglich. Wieder zugestiegen, war nun nahezu Alles neu für mich: Die Fahrt ging durch den neuen Stadtbahntunnel am Hauptbahnhof, danach entlang an der großen Baustelle gegenüber dem Europaviertel, über den Necker bis hin zur Endhaltestelle in Remseck. Auch konnte ich schon einige der neuen Bahnhaltestellen sehen (die mir übrigens sehr gefallen).

Durch die neuen Ausblicke gestaltete sich die Fahrt äußerst kurzweilig und so kam ich bei noch kräftigerem Sonnenschein als in Gerlingen an meinem Ziel an. Noch unterwegs schaute ich in der SSB Move App die restlichen Meter Fußweg an, die auf der Karte länger als in Wirklichkeit wirkten. Ich ging durch die bunt bemalte Unterführung und über die wohl schönste Brücke über den Neckar und stand wenige Meter später bereits oberhalb vom Neckarstrand.

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Es war ein sommerliches Treiben: Trotz der Warnung, dass vom Baden abgesehen werden soll, gab es ein paar Badegäste. Auch an Sitzgelegenheiten mangelte es nicht: Egal ob auf einer Art Terrasse oder den Treppen direkt zum Strand, überall konnte man sich entspannt niederlassen. Ich habe mich sofort sehr wohlgefühlt und mir wurde bewusst, dass Wasser einfach eine tolle Wirkung auf mich hat – egal ob es das Meer oder eben doch „nur“ der Neckar ist. Ich genoss die Atmosphäre und die Ruhe. Nur ein oder zwei kleinere Boote und eine Schulklasse in ihren Kanus fuhren vorbei. Auch wenn der Sand dort vielleicht nicht ganz so feinkörnig ist wie am Meer, ist die große Liegefläche, die zudem kaum besucht war, völlig ausreichend. Eine Schaukel steht auch zur Verfügung, sodass auch eine Familie einen erholsamen Tag miteinander genießen kann.

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Meine Lust nach einem Eis habe ich erst auf dem Heimweg an einem kleinen Kiosk an der Bahnhaltestelle befriedigt. Direkt am Strand gab es keine Verpflegung, aber in unmittelbarer Sichtweite befindet sich ein Biergarten mit Allem was das Herz begehrt.

 

Fazit:

    • toller Ort zum verweilen
    • ruhiger Ort
    • leider vereinzelt Scherben durch Feierwütige
    • nicht der letzte Besuch

     

    Alle Bilder © Nicolas Rapp

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      Der Neckarstrand wird auch in der VVS-Freizeitbroschüre 40 Lieblingsziele vorgestellt.

      Sie können die Bröschüre "40 Lieblingsziele" hier herunterladen oder in einer unserer Verkaufsstellen kostenlos mitnehmen. Auf diesen Seiten finden Sie außerdem alle Ziele im Überblick mit weiterführenden Links und natürlich der VVS-Fahrplanauskunft.

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