Auf den Spuren berühmter Schwaben: Hölderlins Nürtingen

In Nürtingen verbrachte Hölderlin seine Kindheit und Jugend


In Nürtingen verbrachte Hölderlin seine Kindheit und Jugend


Friedrich Hölderlin und Nürtingen

Welche Orte verbindet man mit Friedrich Hölderlin? Da wäre natürlich seine Geburtsstadt, Lauffen am Neckar. Ebenso untrennbar mit seinem Namen verbunden ist Tübingen, wo der Lyriker neben seinen Studienjahren auch seine gesamte zweite Lebenshälfte verbrachte. Als Kind und Jugendlicher lebte er jedoch in Nürtingen, und auch während seiner Studienzeit und nach verschiedenen Hauslehrerstellen kehrte er immer wieder in seine Heimatstadt am Neckar zurück. Zahlreiche Werke verfasste oder überarbeitete er hier. Grund genug, um sich anlässlich seines diesjährigen 250. Geburtstags bei einem Spaziergang in Nürtingen auf Spurensuche zu begeben.

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Das Hölderlinhaus, Hölderlins ehemaliges Wohnhaus in der Neckarsteige


Das Hölderlinhaus, Hölderlins ehemaliges Wohnhaus in der Neckarsteige


Das Hölderlinhaus

Vom Nürtinger Bahnhof ausgehend, der ab Stuttgart Hauptbahnhof mit der R8 in einer starken halben Stunde bequem und umsteigefrei zu erreichen ist, stößt man schon nach wenigen Gehminuten auf das erste Hölderlin-Denkmal: Der Hölderlin-Brunnen vor der Kreuzkirche, der mit Versen aus „Hyperions Schicksalslied“ aus der Feder des Dichters verziert ist.
Weiter geht es in die Neckarsteige zu Hölderlins ehemaligem Wohnhaus. Nach dem frühen Tod seines Vaters zog die Familie zum Stiefvater in den „Schweizerhof“, das heutige Hölderlinhaus. Dieses wird mittlerweile von der Volkshochschule genutzt und derzeit saniert. Künftig soll das modernisierte Gebäude auch eine Dauerausstellung über Hölderlin beherbergen.

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Die ehemalige Lateinschule in Nürtingen, die Hölderlin von 1775-1784 besuchte


Die ehemalige Lateinschule in Nürtingen, die Hölderlin von 1775-1784 besuchte


Hegel, Schelling und Hölderlin

Die nächste Station des Rundgangs befindet sich in der nahe gelegenen Kirchstraße. Direkt gegenüber der Stadtkirche St. Laurentius wohnte Hölderlins erneut verwitwete Mutter ab 1798. Nur eine Straße weiter, in der Marktstraße, war die Lateinschule, die der junge Hölderlin von 1775 bis 1784 besuchte. Hier lernte er den späteren Philosophen Friedrich Schelling kennen, mit dem er – wie auch mit dem ebenfalls 1770 geborenen Georg W. F. Hegel – während des gemeinsamen Studiums in Tübingen eine gute Freundschaft pflegte.

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Das Hölderlin-Denkmal am Neckar in Nürtingen


Das Hölderlin-Denkmal am Neckar in Nürtingen


Hölderlin-Denkmal am Neckar

Nun geht es Richtung Neckar. In der Alleenstraße steht seit 2017 direkt am Flussufer eine Bronze-Statue von Hölderlin als jungem Mann, geschaffen vom Bildhauer Waldemar Schröder. Wenn man den Neckar überquert, gelangt man bald zum Hölderlin-Garten der Freien Kunstakademie Nürtingen. Auf einem Brunnen und einem Gedenkstein finden sich neben dem bekannten Namen des Dichters auch die von ihm verwendeten Pseudonyme „Scardanelli“ und „Buonarotti“.

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Das Stadtmuseum Nürtingen mit literarischer Abteilung Hölderlin


Das Stadtmuseum Nürtingen mit literarischer Abteilung Hölderlin


Das Hölderlin-Vermächtnis im Stadtmuseum

Zu guter Letzt lohnt sich ein Besuch im Stadtmuseum, in dessen Abteilung „Hölderlin und Nürtingen“ Briefe und andere Familiendokumente sowie literarische Zeugnisse des Dichters ausgestellt sind.



Verbindung: R8 ab Stuttgart Hauptbahnhof
Ticket-Tipp: TagesTicket für vier Zonen (EinzelTagesTicket: 10,80 Euro, GruppenTagesTicket: 17,00 Euro)

 

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